Chronische Kopfschmerzen – Schleudertrauma vor 12 Jahren und Gehirnerschütterung

Ein 51 jähriger Geschäftsmann suchte mich wegen täglich mehr oder weniger starken Kopfschmerzen auf, abhängig von seiner Schmerzmedikation. Der Schmerzverlauf nahm im oberen Nacken seinen Ursprung und verlief nach vorne bis hinter die Augen oder in die Stirnregion.
Die schulmedizinischen Untersuchungen (Neurologie, Orthopädie, Augenarzt) ergaben außer einer Steilstellung der HWS keinen nennenswerten Befund. Letztlich wurden 12 x Physiotherapie/Manuelle Therapie und Ibuprofen 600 mg verordnet.
In der Anamnese stellte sich heraus, dass es vor 12 Jahren zu einem Zwischenfall in seiner Firma kam. Bei einer Maschineninspektion erlitt er eine Gehirnerschütterung. Nachdem er sich gut von diesem Vorfall erholt hatte, wurde er Opfer eines Verkehrsunfalles. Dadurch erlitt er ein schweres Schleudertrauma mit Schluckbeschwerden und starkem Schwindel. Zur einer vollständigen Symptomfreiheit kam es erst nach ca. 2 weiteren Jahren.
Bei der osteopathischen Untersuchung stellte ich eine Kompression der SSB (Synchondrosis Sphenobasilaris) fest. Der CRI (craniosacrale Rhythmus war stark reduziert), die reziproke Spannungsmembran unausgeglichen. Die untere Halswirbelsäule in den Segmenten C3-C5 war blockiert und die gesamte Nacken- und Schultergürtelmuskulatur war stark schmerzhaft, verkürzt und zeigte viele aktive Triggerpunkte.
All das waren Zeichen der folgenden Funktionsstörungen, die durch die Unfälle verursacht wurden.
Wir benötigten ca. ½ Jahr bis zur völligen Schmerzfreiheit. Der Patient führte begleitend ein aufbauendes Übungsprogramm zur Unterstützung durch.