Oberbauchschmerzen

Eine 72jährige Patientin suchte mich wegen jahrelanger Oberbauchschmerzen auf. Ihre Hand zeigte ein Schmerzareal oberhalb des Bauchnabels. Sie gab an, dass der Schmerz nach dem Essen zunähme und die Region anschwelle. In den Abendstunden sei es ihr nicht mehr möglich, Nahrung aufzunehmen, da die Schmerzen dann unerträglich seien. Am Morgen fühle sich der Bauch gut an, verändere sich aber nachteilig nach der ersten Nahrungsaufnahme.  Weitere Symptome, wie beispielsweise Sodbrennen, gab die Patientin nicht an.
Ihr Hausarzt verwies sie nach erfolgloser Panthoprazol Einnahme an einen Internisten. Die veranlasste Gastroskopie zeigte keine Auffälligkeiten, wie z.B. eine zunächst angenommene chron. Magenschleimhautentzündung (Gastritits).
Bei der osteopathischen Untersuchung zeigten sich Auffälligkeiten durch einen Bewegungsverlust (Hypomobilität) des Magens und des Zwölffingerdarms. Auch die Regionen der vegetativen Nerven, die diese Organe beeinflussen (Plexus coeliacus und Ganglion mesentericum) waren unter Anspannung.
Durch gezielte Behandlungstechniken zur Mobilisation der Organe und der Region der vegetativen Nerven verbesserten sich bereits nach der ersten Behandlung die Symptome um 60-70%. Nach ca. 3 weiteren Behandlungen war die Patientin symptomfrei. Sie sucht mich jedoch ca. einmal im ¼ Jahr zur Prävention auf.