Gynäkologische Beschwerden – Osteopathie vor der Geburt

Speziell bei Frauen und Mädchen unterliegt der Körper von der Pubertät über eventuelle Schwangerschaften bis hin zu den Wechseljahren einem ständigen Wandel. Die hormonelle und organische Anpassungsfähigkeit wird dadurch stetig gefordert.
Der gynäkologische Bereich umfasst die Untersuchung und Behandlung der weiblichen Geschlechtsorgane (beispielsweise Gebärmutter mit allen Band- und Haltestrukturen) sowie der weiter umliegenden Organe und wichtigen Strukturen des kleinen Beckens. Dazu gehören Beckenboden, Blase und Enddarm.

Die Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sind ebenfalls Bestandteil der Untersuchung. Kribbeln der Hände, Schmerzen im Becken, Lageauffälligkeiten aber auch chronische Beschwerden können vor und während der Schwangerschaft auftreten.
Osteopathische Studien aus Wien kamen zu dem Ergebnis, dass die Dauer und das Komplikationsrisiko der Geburt durch regelmäßige osteopathische Behandlungen deutlich verringert werden kann.

Spannungsfelder durch vorangegangene Verletzungen, Brüche, Operationen oder Verdauungsstörungen können die Entfaltungsfähigkeit der Gebärmutter verringern und so Störungen der Schwangerschaft auslösen. Nach der Geburt kann es zu unerklärlichen Verdauungsbeschwerden kommen oder zu Veränderungen z.B. der Brust- oder der Halswirbelsäule.

Darüber hinaus können Schmerzen in Bereichen entstehen die auf den ersten Blick nicht mit den Geschlechtsorganen zu tun haben. Zwerchfell und Beckenboden sind leider oft unbekannte, aber osteopathisch enorm wichtige Träger und Bewegungsmotoren sowie Spannungsmembran und Basis unseres Rumpfes.